Heute bei Dir

von Biergans in Heute bei Dir

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Synodaler Prozess bis 2021 steht unter dem Leitwort „Heute bei Dir“

In seiner Silvesterpredigt kündigte Bischof Dr. Helmut Dieser einen synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess für das Bistum Aachen an. Auf unserer Seite „Heute bei Dir“ wollen wir die damit sicherlich anstehenden, vielfältigen Entwicklungen begleiten und versuchen, diese transparent in den kommenden Monaten für Sie zusammen zu stellen.

Bischof Helmut hat mitgeteilt, es sei das Ziel – wie auch von Papst Franziskus gefordert – die Freude an der christlichen Kernbotschaft neu zu entfachen und im Dialog in die Mitte und an die Ränder der Gesellschaft zu tragen. Das heißt für das Bistum Aachen, auf neue Art mit den Menschen das Gespräch über die christliche Kernbotschaft zu suchen und erweiterte und vertiefte Formen gesellschaftlichen und christlichen Zusammenhalts zu verwirklichen.

Sie können die Silvesterpredigt unseres Bischofs → hier nachlesen.

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Die Aachener Kirchenzeitung berichtete in der Ausgabe 03/2018 wie folgt:

Alle können mitmachen

Bischof und Generalvikar stellen Grundzüge des Gesprächs- und Veränderungsprozesses „Heute bei Dir“ vor
Seit zwei Wochen ist der synodale Prozess, vor dem die Diözese steht, Thema im Bistum. Der erste Aufschlag erfolgte in der Predigt, die Bischof Helmut Dieser bei der Silvesterandacht im Dom hielt.

Jetzt informierte er die bistümlichen Mitarbeiter, die diözesanen Gremien und leitende Priester aus den Gemeinschaften der Gemeinden. Und als Drittes die Öffentlichkeit, in Form einer Pressekonferenz. Bischof Dieser erklärte bei diesen Gelegenheiten, wie er mit den Menschen aus dem Bistum Aachen ins Gespräch kommen und Veränderungen der Pastoral anbahnen will. Vor Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen bewertete er das erste Echo auf sein Vorhaben als überwiegend positiv.

Viele verstünden, dass es so wie bisher nicht weitergehen könne im Bistum Aachen, sagte der Bischof. Sie teilten seine Einschätzung, dass die Kirche neu denken und handeln müsse angesichts der Umbrüche im Leben und Glauben der Menschen. Vor diesem Hintergrund in Kontakt und Austausch mit möglichst vielen Leuten zu gehen, um die Freude des Evangeliums weiter zu tragen und selbst neu zu lernen, werde als Anliegen geteilt. Helmut Dieser berichtete von geradezu euphorischen Reaktionen auf den Prozess, verschwieg aber nicht, dass es auch kritische Rückmeldungen gebe.

Diese bezögen sich im Wesentlichen auf zwei Punkte, fasste er zusammen: Zum einen auf die Frage, wie bisher zuständige Fachleute und Beratungsgremien an dem Prozess beteiligt werden, zum anderen auf die Frage, wie es mit der Wertschätzung des Bisherigen in der Pastoral des Bistums Aachen aussieht. Der Bischof gab auf diese Punkte zunächst die Antwort, dass niemand ausgeschlossen werde, sondern sich jeder in den Gesprächs- und Veränderungsprozess einbringen könne. „Niemand muss einpacken, sondern ich möchte alle mitnehmen. Ihre Erfahrungen sollen einfließen.“ Zugleich unterstrich der Bischof erneut seinen Willen, den Prozess quer zu allen Zuständigkeiten zu organisieren.

Er habe sich bewusst gegen eine Synode entschieden, wie sie etwa sein Heimatbistum Trier durchgeführt hat. Denn das Kirchenrecht schreibe in einem solchen Fall eine tragende Rolle der Gremien vor. Im Fall des Bistums Aachen möchte Helmut Dieser es anders machen. Er will den Prozess in Inhalt und Form prägen. Das spiegelt sich in vielen Details wider, angefangen bei thematischen Vorgaben über die personelle Zusammensetzung begleitender Arbeitsgruppen bis hin zu dem Umgang mit Zwischenergebnissen. Klar ist: Fachleute aus der Pastoral und Mitglieder der diözesanen Gremien haben die gleiche Möglichkeit wie alle anderen, sich um eine Mitarbeit als Einzelperson zu bewerben. Die Bewerbungen werden geprüft, gefiltert und dem Bischof zur Entscheidung vorgelegt. Aber institutionell sieht Bischof Dieser die Mitarbeit der Gremien nur in den Momenten vor, wo das Kirchenrecht sie vorschreibt, etwa wenn er aus dem Gehörten und Vergewisserten Maßnahmen ableiten will.

Generalvikar Andreas Frick unterstrich vor den Medienvertretern, dass es beim Gesprächs- und Veränderungsprozess keinesfalls vorrangig um Strukturen und Finanzen gehen soll. Zwar ist dieses Feld eines von vier Hauptthemen, an denen das Leitmotiv der Evangelisierung durchdekliniert wird. Aber im Vordergrund sollen zunächst alle kirchlichen Vollzüge stehen, in einem besonderen Maß noch einmal das diakonische Engagement von Kirche, sowie konkrete Orte wie Kindertagesstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen.

Der Fahrplan steht, die Details folgen

„Alle können mitmachen“, bekräftigte er noch einmal den Ansatz des Bischofs. Dieser hatte sich in seiner Silvesterpredigt auf das Anliegen von Papst Franziskus berufen, alles kirchliche Handeln stärker als bisher auf das Evangelium hin auszurichten und dafür das Gespräch mit möglichst allen Menschen in einer Diözese zu suchen. Dem fühlen sich der Bischof, der Generalvikar und die Mitglieder einer neunköpfigen Steuerungsgruppe verpflichtet. Auch ein Projektbüro ist bereits eingerichtet, das logistisch helfen soll. Dem Bistum steht eine lebendige Zeit bevor.

Die Details sind weiter in der Ausarbeitung, was es schwierig macht, über den Prozess präzise zu sprechen und die Chancen und Risiken darin zu bewerten. Die nächsten Schritte sind gleichwohl schon angesetzt. Ende Januar wird die Homepage www.heute-bei-dir.de freigeschaltet. Mitte Februar gibt es eine öffentliche Startveranstaltung. Im April werden die Teilprozessgruppen öffentlich ausgeschrieben, welche die Begegnungen und Gespräche mit Menschen vorbereiten sollen. Jeder kann sich bewerben. Im Mai beginnen erste Gruppen mit der Arbeit.

Auch aufs große Ganze hin steht der Fahrplan: 2018 steht im Zeichen der Begegnung, des Zuhörens, des Unterscheidens. Dem folgt 2019 eine Konzeptphase, in der geprüft wird, was sich ändern soll. 2020 ist dann die Umsetzungsphase. Den Schlusspunkt setzt „Heute bei Dir“ im Umfeld der Heiligtumsfahrt 2021. Generalvikar Andreas Frick betonte, es gebe keine fertigen Konzepte in der Schublade. In diesem Sinne ergebnisoffen können die Menschen im Bistum mit Bischof Dieser diskutieren, zum Beispiel beim Auftakt am 18. Februar im Bischöflichen Pius-Gymnasium in Aachen, ab 14.30 Uhr. (von Thomas Hohenschue)

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Inzwischen gibt es zum Verfahren auch schon erste kritische Stimmen. So der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Aachen, Lutz Braunöhler und der Dürener Regionaldekan Pfr. Hans-Otto von Danwitz. Beide äußerten sich kritisch über das angedachte Verfahren ohne Beteiligung der Räte und Verbände.

Hier finden Sie unseren Bericht über die Silvesterpredigt unseres Bischofs vom 01.01.2018.

Hier finden Sie unseren Bericht über die Pressekonferenz unseres Bischofs mit dem Generalvikar vom 15.01.2018.

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